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Zwischenbilanz

Nach 3 Wochen Müllfasten sieht es gar nicht so schlecht aus. Natürlich produzieren wir immer noch Müll, aber die Küche quillt nicht mehr über von Mülltüten und Altpapier. Tatsächlich habe ich unsere alte, ca 20 Liter fassende Alpapierkiste bereits nach der ersten Woche gegen eine 4-Liter Paketbox ausgetauscht. Dank des Verzichts auf Bäckereipapier, in welches das Brot gesteckt wird, Fertigpizza und Produkte, die in Plastikfolie und zusätzlichen Karton verpackt sind. Mittlerweile  schlummert immer eine Stofftragetasche im Rucksack, falls mir unterwegs einfällt, dass wir noch Brot brauchen.

 

Beim Plastikmüll, der leider nahezu unvermeidlich ist,  bin ich wieder gewissenhafter Trenner geworden. (Im Ernst, ich habe nicht mehr eingesehn, warum ich Plastikmüll zum Wertstoffhof fahren soll, wenn dieser nacher doch wieder in der Verbrennungsanlage landet.) Inzwischen trenne ich Plastikbecher, Hohlkörper, und das gemeine Mischplastik.

Wobei das gemeine Mischplastik wörtlich gemeint ist, denn das lässt sich am schwierigsten recyclen, da oft unterschiedliche Materialen aneinandergeschweisst sind. Deshalb versuche ich  beim Kauf schon darauf zu achten, dass es sich um eine einheitliche, nichtbeschichtete Verpackung handelt.

Gelingt nicht immer.

Dosen haben sich Dank Metzgereihundewurst (nicht vom Hund, für den Hund, selbstverständlich) auf ein Mass reduziert, dass sich kaum noch zu sammeln lohnt. Aber wir haben noch genug andere Dosen im Haushalt, die verbraucht und entsorgt werden müssen.

  

Verblüffend ist, dass das Müllfasten tatsächlich funktioniert, ohne dass ich das Gefühl habe, ich muss jetzt einen Mordsaufwand betreiben. Es ist eben eine Frage der Strukturierung. Mal sehen wie es nach der zweiten Halbzeit so aussieht, Luft nach oben gibt es ja immer.


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